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LVR-Klinikum Essen
Kliniken und Institut der Universität Duisburg - Essen
Patientinnen und Patienten, die an den psychischen und sozialen Folgen nach traumatischen Ereignissen leiden. Auf dem Hintergrund langjähriger und intensiver Arbeit mit psychisch traumatisierten Patientinnen und Patienten werden in den LVR-Klinikum Essen am Universitätsklinikum Essen alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen durchgeführt.
Psychische Traumatisierungen können durch das Erleben eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse auftreten:
Traumatisierungen können aber auch erfolgen durch Verlusterfahrungen, z.B. den plötzlichen Tod eines Angehörigen oder durch die Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung.
Im Sinne der psychischen Traumatisierung umfassen die Reaktionen der Betroffenen auf diese Erlebnisse intensive Hilflosigkeit, Furcht oder Entsetzen. Psychische Traumatisierungen äußern sich in Form von sog. akuten Belastungsreaktionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen. Dabei treten ausgeprägte Gefühle von Verzweiflung, Hilflosigkeit und Ohnmacht, Angst vor Kontrollverlust sowie Übererregungssymptome wie Schlafstörungen mit Alpträumen, Schreckhaftigkeit und vermehrter Reizbarkeit auf. Es drängen sich belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma auf (Intrusionen). Häufig kommt es zu Angststörungen, Depressionen und ausgeprägten körperlichen Symptomen mit Nervosität, Konzentrationsschwäche und Erschöpfung. Es kann auch eine Persönlichkeitsveränderung daraus resultieren. Viele Betroffene ziehen sich nach einer psychischen Traumatisierung sozial stark zurück und verlieren ihr Interesse an der Umwelt.
Im Kindesalter ist teilweise ein deutlich verändertes Verhalten zu beobachten, wie z.B. ständig wiederholtes Durchspielen des traumatischen Erlebens.
Die Symptomatik einer posttraumatischen Belastungsreaktion kann unmittelbar nach dem Ereignis, aber auch mit (z.T. mehrjähriger) Verzögerung nach dem traumatischen Geschehen auftreten (late-onset PTSD). Bei längerem Auftreten einer solchen Symptomatik ist hier eine adäquate Behandlung der Betroffenen dringend notwendig.
Es erfolgen grundsätzlich und umgehend eine diagnostische Untersuchung und eingehende Beratung. Bei Bedarf erfolgt eine psychotherapeutische Krisenhilfe (Krisenintervention) im Rahmen von 1-5 therapeutischen Gesprächen.
Bei Bedarf und Indikation erfolgt eine Weitervermittlung in eine ambulante Behandlung, wobei eine Betreuung durch die Ambulanz der Klinik bis zum Beginn der ambulanten Psychotherapie möglich ist.
Bei entsprechender Notwendigkeit und Indikation erfolgt eine möglichst umgehende stationäre oder teilstationäre Aufnahme in die Klinik, auf eine speziell dafür zuständige Station.
Bei psychiatrischer Behandlungsbedürftigkeit erfolgt die betreute Vermittlung in die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Haus zur psychiatrischen Krisenintervention, medikamentösen Behandlung oder zur stationären Behandlung.
Kinder und Jugendliche werden in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie im Haus weiterbetreut.
Kurzfristige Terminvereinbarung über die Ambulanz der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie:
Ambulanzsekretariat
Frau Apfel
Frau Mühlenbruch
Frau Anastasiadou
Tel.: +49 (0) 201 / 87 07 - 521
Fax: +49 (0) 201 / 87 07 - 515
E-Mail: psychosomatik@uni-essen.de
Öffnungszeiten
Mo-Mi: 07.30 - 11:30 und 12:30 - 15.00 Uhr
Do: 07.30 - 11:30 und 12:30 - 15:00 Uhr
Fr: 07.30 - 11:30 und 12:30 - 14:30 Uhr
Der Termin wird bei einer in Psychotraumatologie ausgebildeter Therapeutin, einem Therapeuten der Traumaambulanz vergeben.
In dringenden Fällen außerhalb der Dienstzeiten ist der Notdienst der Klinik zuständig! Tel.: +49 (0) 201 / 72 27 - 0
Infomaterial
Merkblatt der Trauma Ambulanz (PDF-Datei, 360k)

Fr. U. Schultheis