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LVR-Klinikum Essen
Kliniken und Institut der Universität Duisburg - Essen
Aufgrund von sprachlichen und kulturellen Probleme der Migranten und Migrantinnen und der noch nicht ausreichenden Vorbereitung der Professionellen auf diese Gruppe, ist die Versorgung der Migranten trotz intensiver Bemühungen in den Rheinischen Kliniken des LVR noch weit unter dem Niveau der Versorgung der Einheimischen Patienten.
Ziele dieses Projektes sind die Senkung sozialer und kultureller Zugangsschwellen zur psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung. Als weiteres Ziel gilt die Verbesserung der interkulturellen und sprachlichen Kompetenz in der Behandlung psychisch kranker Migranten, sowie eine verbesserte zielgruppenspezifische Information. In Essen besteht seit 1995 eine muttersprachliche Ambulanz für türkische Patienten. Ergebnisse der therapeutischen Arbeit wurden in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert. In weiteren Schritten sollen die wichtigsten Formulare, Aufklärungsbögen und psychometrische Instrumente in verschiedene Sprachen übersetzt werden. Diese zentral organisierten und koordinierten Übersetzungen sollen allen LVR Kliniken in schriftlicher und elektronischer Form zugänglich gemacht werden.
Angestrebt wird eine verbesserte Qualität der ambulanten Diagnostik bei der ersten diagnostischen Einschätzung von chronisch Kranken sowie Erstellung von Gutachten. Hierzu müssen von derzeit vorhandenen Übersetzungen ggf. kulturspezifische Normwerte in Erfahrung gebracht werden. Ferner soll ein Gesundheitswegweiser erstellt werden.Angestrebt wird die gezielte Fort- und Weiterbildung von Fachkräften.
Das LVR-Klinikum Essen hat bereits 1997 eine Tagung zum Thema „Psychotherapie mit Migranten" organisiert. In Köln wurden mehrer Fachtagungen zum Thema Migration veranstaltet. In den jährlichen Fort- und Weiterbildungskurrikula des RKK sind in der Regel 1-2 Veranstaltungen enthalten, deren Inhalte interkulturelle Themen wie sprachliche, kulturelle, religiöse und ethnische Besonderheiten der Migrantenpatienten, interkulturelle spezifische Aspekte psychischer Störungen und deren Behandlung umfassen. Außerdem findet seit 2003 einmal im Jahr in der RKK eine Fachtagung statt, im Rahmen derer sich eine Arbeitsgruppe mit interkulturellen Themen befasst.
Im Projektzeitraum werden zwei Fortbildungstagungen zum Thema der interkulturellen Kompetenz vorbereitet. Die Tagungen finden in Essen und Köln statt .Ein wichtiges Ziel des Projektes ist, durch die Projektleitungsgruppe einerseits den Bedarf von allen LVR Kliniken einzubeziehen, andererseits schon hier durch die Zusammenarbeit eine Sensibilisierung der Mitarbeiter für die besonderen Probleme der Migranten zu erreichen. Insofern wird ein Projektziel sein, so viele Mitarbeiter, insbesondere einheimische Mitarbeiter für die Projekte zu gewinnen und zu engagieren.
In zwei noch fest zu legenden Kliniken wird eine ambulante Gruppentherapie für türkisch sprechende Patienten mit psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbildern angeboten. Das Angebot einer ambulanten Gruppentherapie verfolgt zwei Ziele:

Kliniken mit fremdsprachigen Angeboten
(PDF-Datei, 41 KB)
Rehakliniken mit fremdsprachigen Angeboten
(PDF-Datei, 71 KB)
Ambulante und komplementäre Einrichtungen Essen
(PDF-Datei, 15 KB)
Dolmetscherliste
(PDF-Datei, 86 KB)
Dolmetscherliste RK Düsseldorf
(PDF-Datei, 97 KB)